Ganztag

Das Leitbild und Bildungskonzept
der Nordschule Neureut in der Ganztagesschule

Das Leitbild und Bildungskonzept der Schule verfolgt die Weiterentwicklung der Grundschule zur Ganztagesgrundschule ab dem Schuljahr 2014/15. Die Entwicklung zu einer Schule, an der ALLE Kinder ihren Platz finden sollen, ein Lernort, ein Lebensort, ein Beziehungsort mit individuellen Förderungen, das Talent des Einzelnen soll im Fokus stehen, wir wollen herausfordern, aber auch fördern, auf Bestehendem aufbauen!

Die vier Leitgedanken aus dem Leitbild der Nordschule:
Wir legen Wert auf ein lernförderliches und vertrauensvolles Schulklima
Wir legen Wert auf guten Unterricht
Wir legen Wert auf die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung
Wir legen Wert auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

und wir pflegen mit unserem Musikschwerpunkt die Ausbildung von selbstbewussten Persönlichkeiten.

Diese Leitgedanken der Schule erhalten durch die Bildungspartnerschaft mit dem Stadtjugendausschuss e.V. eine wertvolle Ergänzung, eine gemeinsame Weiterentwicklung des Schulcurriculums ist derzeit in Arbeit. Schule und außerschulischer Partner verzahnen ihre Angebote, eine Bildungskultur der Ganztagesschule soll entstehen.

Besonders wichtig erscheint uns, dass Kinder einen Ort haben, an dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln können. Hierzu arbeiten alle am Schulleben Beteiligte eng zum Wohle des Kindes zusammen, Eltern, Schule, Schulsozialarbeiterin und weitere außerschulische Partner.

Die Einführung einer Ganztagesschule bietet Raum und mehr an Lernzeit, das Kind zu fördern, indem individuelle Lernzeiten ausgebaut werden und entspannende Aktivitäten sich abwechselnd bedingen.

Die Rhythmisierung des Lernens und Lebens ist das zentrale Thema einer Ganztagesschule, sie bietet vielfältige Möglichkeiten, schulisches Leben und Lernen neu zu organisieren. Der zuweilen doch komprimierte Schulvormittag mit seiner engen Taktung im schlimmsten Falle auf jeweils 45 Minuten beschränkt, kann entzerrt werden, Lernen findet in einem größeren rhythmisierten Zeitfenster statt. Lernphasen werden immer wieder durchbrochen durch z.B. Bewegungsphasen, denn Bewegung fördert, wissenschaftlich festgestellt, die Merkfähigkeit der Kinder. Freiräume können für individuelle Lernzeiten des Kindes eingesetzt werden. Diese Fördermöglichkeiten sind gelebte Chancengleichheit.

Eng verbunden ist das Arbeiten in Projekten, Hinführung zur Wochenplanarbeit, wo es sinnvoll ist. Ziel soll sein, Lernen mit Kompetenzrastern zu dokumentieren und ein Lerntagebuch einzuführen. Das selbstverantwortliche Lernen soll Prinzip des Unterrichtens sein, die Lehrerrolle erhält einen neuen Akzent, die Lehrerin ist Begleiterin des Kindes, in der Regel entfallen Hausaufgaben. Wichtig ist uns aber, einen engen Kontakt zu den Eltern zu pflegen, damit Sie umfassend über die schulischen Tage des Kindes informiert sind.

Sicherlich trägt die Ganztagesschule dazu bei, dass das Verhältnis Eltern-Kind entspannter und stressfreier werden kann.

Gestaltungselemente

Ein schlüssiges Konzept einer Ganztagesgrundschule kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten sowohl Lehrkräfte als auch außerschulisches Personal sich in die konzeptionelle Umsetzung der  Ganztagsschule einbringen. Ein tragfähiges Ganztageskonzept kann nur in einer Partnerschaft des Stadtjugendausschusses gelingen. Ergänzt wir diese Vielfältigkeit aber auf jeden Fall mit Ehrenamtlichen, z.B. den Jugendbegleitern, Lesepaten usw., die eine weitere Vielfalt an Angeboten bieten können.

Eine sinnvolle Rhythmisierung von Vor- und Nachmittag ist ein wichtiges Gestaltungselement. Vor- und Nachmittag werden inhaltlich so verknüpft, dass Lernen und Entspannung über den ganzen Tag verteilt werden kann. Durch das mehr an Lernzeit gelingt es den Schüler/innen sich intensiv mit dem Lernstoff zu beschäftigen. In sinnvolle Pausen zwischen den Unterrichtsbändern sollen die Kinder sich bewegen und entspannen.

Ein weiterer Gelingensfaktor für ein tragfähiges Ganztageskonzept ist gewährleistet durch die Zusammenarbeit mit vielen Institutionen, die musisch-ästhetische, sportlich-bewegte und sprachlich-kulturelle Angebote durchführen.

Der Stadtjugendausschuss unterstützt uns im Ganztagesbereich. Unterricht und Angebote ergänzen und vertiefen das Lernen. Diese Planung erfolgt in Kooperation mit allen Beteiligten, Teambildung ist unablässig mit schulischen und außerschulischen Kräften. Bildungsplan, Schulcurriculum werden durch die Kompetenz der Erzieherinnen ergänzt.

Tagesablauf :
Rhythmisierter Unterricht in der Ganztagesklasse

Für Ganztagesschulkinder wird durch den erweiterten Schultag auf mindestens 8 Zeitstunden der Lernraum auch zum Lebensraum. Der Tagesablauf ist so strukturiert, dass Anspannung und Entspannung sich abwechseln, 2 Bewegungspausen am Vormittag sind eingebettet in zweistündigen Unterrichtsblöcken.

7.30 Uhr – 7.40 Uhr Ankommen
7.45 Uhr – 9.20 Uhr 1. Unterrichtsblock
9.20 Uhr – 9.40 Uhr Bewegungspause
9.45 Uhr – 11.15 Uhr 2. Unterrichtsblock
11.15 Uhr – 11.30 Uhr Bewegungspause
11.35 Uhr – 12.20 Uhr Unterricht
12.20 Uhr – 14.00 Uhr Mittagessen und Spielpause
14.00 Uhr – 16.00 Uhr Unterricht/Lernzeit und gebundene Freizeit
16.00 Uhr – 17.30 Uhr Betreuung durch stja buchbar

Das Mittagessen wird über einen neuen Caterer geliefert, der mit Bioprodukten kocht und nachhaltig wirtschaftet.

Unser außerschulischer Träger, der Stadtjugendausschuss e.V.,
stellt das Personal für die Essensausgabe, Mittagessen und Freizeit

Ab 12.00 Uhr ist eine Erzieherin im Hause, die die Kinder zum Mittagessen verantwortlich übernimmt zusammen mit einer Jugendbegleiterin. Es soll Essenskultur und Essenserziehung stattfinden. Das gemeinsame Tischdecken, Essen, Abräumen der Teller ist ein Element der sozialen verantwortlichen Erziehung. Es soll ein Ernährungsbewusstsein angebahnt und verfestigt werden. Wenn es die schulischen Personalresourcen zulassen, kann auch eine Lehrkraft beim Mittagessen teilnehmen. Das stärkt das WIR-Gefühl.

Es schließt sich eine Pause von ca. 50 Minuten an, die hauptsächlich durch sportliche Aktivitäten und freies Spiel gekennzeichnet ist.

Die Turnhalle der TG-Neureut ist für uns immer bis ca. 14.00 Uhr nutzbar und an drei Tagen die Woche bis 15.30 Uhr. Bei schönem Wetter stehen die Schulhöfe zur Verfügung. Leider ist diese Halle im Januar 2015 abgebrannt und noch nicht wieder aufgebaut. Wir hoffen aber, dass wir 2019 wieder in einer neuen Turnhalle auf unserem Gelände Sportunterricht durchführen können.

Nachmittag und gebundene Freizeit

Mit dem Nachmittagsangebot unterstützen wir das informelle Lernen, das Lernen mit allen Sinnen, wir stärken die Eigenverantwortung des Kindes und etablieren mit der Beteiligung der Kinder am Schulleben die Demokratieerziehung.

Um 14.00 Uhr liegen nun wieder Unterrichtsangebote. Je nach Stundenplan werden Lernübungen, unterrichtsergänzende Übungen oder gebundene Freizeit finden statt. Erzieherin, Lehrkraft und/oder weitere außerschulische Partner ergänzen das nachmittägliche Angebot.

Projekte oder Unterrichtsgänge im Klassenverband runden einen Nachmittag ab. Der schulische Nachmittag endet um 15.30 Uhr.

Zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr können die Kinder abgeholt werden, wir wünschen uns, diese Abholzeit auf 16.00 Uhr legen zu können. Es bietet der Schule und den Erzeieherinnen mehr Spielraum, mit den Kindern einen entspannten Nachmittag zu gestalten.

Von 16.00 Uhr – 17.30 Uhr beginnt das buchbare kostenpflichtige Zusatzmodul des Stadtjugendausschusses. Am Freitag endet die Schule mit dem Mittagessen um 13.00 Uhr. Die Kinder können aber bis 16.00 Uhr weiter kostenlos an der Schule mit der Erzieherin bleiben. Kostenpflichtig wird es wieder im Zeitfenster von 16.00 Uhr – 17.30 Uhr als Zusatzmodul.

Viele Kooperationspartner bereichern unser Angebot für die Kinder am Nachmittag. Die Kinder können aus verschiedenen sportlichen und musischen Arbeitsgemeinschaften wählen, die von Lehrkräften oder z.B. Neureuter Vereinen angeboten wird.

Unser AG-Tag ist derzeit mittwochs. Hier kooperieren wir mit der Jugendmusikschule, dem Schachclub Neureut, der Turngemeinde Neureut, der Tennisabteilung des TuS Neureut.

Mit dem Schuljahr 2016/17 erweitern wir die Arbeitsgemeinschaften durch Angebote von Lehrkräften, da wir doch nicht so viele Vereine motivieren konnten, unseren AG-Tag zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit ALLER im Ganztag

Ein schlüssiges Konzept kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten sowohl Lehrkräfte, Erzieherin und Mittagspersonal sich in die konzeptionelle Umsetzung der Ganztagesschule einbringen. Eine Vielfalt von Angeboten und der Umgang mit verschiedenen Menschen im Ganztagesbetrieb bereichert das Aufwachsen des einzelnen Kindes.

Impressionen aus dem gemeinsamen Winterprojekt Klassen 3 mit Lehrerinnen und Erzieherinnen am Vormittag und Nachmittag mit allen Kindern aus der Klassen, egal ob Halbtageskind oder Ganztageskind!       Siehe Homepage unter Aktuelles

Klassenteamsitzungen finden regelmäßig statt. Hierzu gehören die Erzieherin und die Klassen-Lehrerinnen der der Klasse. Folgende Inhalte werden hier besprochen:

  • Erziehungsgrundlagen und Fallbesprechungen
  • Elternabende
  • Kooperation mit Unterstützungssystemen wie Schulsozialarbeit, psychologische Beratungsstelle…
  • Sachthemen und Projekte
  • Lerngänge und Ausflüge
  • Feste
  • Terminabsprachen

Ganztagesgrundschulsitzungen finden alle sechs bis acht Wochen statt. Hierzu gehören alle in der Klasse arbeitenden Lehrerinnen, die Erzieherin und die Schulleitung. Themen sind:

  • Grundlegende Ziele
  • Konzeptionsarbeit zur Ganztagesschule
  • Fächer- und klassenübergreifende Projekte
  • Umsetzung der Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz
  • Vorbereitung von Themen für die Konferenzen

Elternarbeit

Grundlage aller Elternarbeit sind das Schulgesetz und die Schulbesuchsverordnung. Diese enthalten z.B.

  • Das Sorgetragen für das pünktliche Erscheinen zum Unterricht, wie auch die Anwesenheitspflicht
  • Einen regelmäßigen Austausch zwischen Elternhaus und Schule
  • Elternabende im Schuljahr

Darüber hinaus legen wir Wert auf:

  • Einen regelmäßigen Informationsfluss und schriftlichen Austausch zwischen Elternhaus und Schule
  • Regelmäßige Elterngespräche

Wir wollen ein offenes und wertschätzendes Miteinander zum Wohle des Kindes pflegen, Transparenz erscheint uns unabdinglich.

Wir freuen uns über die aktive Beteiligung der Eltern am Schulleben.

Stand Februar 2018